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Geschichte Judo

Geschichte Judo published on

Entwickelt hat sich Judo als Selbstverteidigungs- und Kampsystem schon vor vielen hundert Jahren in Japan. Bereits im 16. Jahrhundert gab es in Japan waffenlose Verteidigungskämpfe, die sich nur geringfügig voneinander unterschieden haben. Eine dieser Kampftechniken war Jiu-Jitsu. Aus dieser Kampftechnik hat sich das heutige Judo entwickelt. Jiu-Jitsu bezeichnete schon damals eine sanfte Kampfkunst, die vor allem aus verschiedenen Würfen, Tritten und Schlagtechniken bestanden hat. Diese Techniken werden auch heute noch im Judo gelehrt und trainiert. Nur selten spielen Würgegriffe, Festhalten oder ein Verdrehen der Gelenke im Judo eine Rolle, obwohl auch dieses erlaubt ist.

Eigentlich beginnt die Geschichte des Judo Ende des 19. Jahrhunderts in Tokio. Damals gründete der junge Gelehrte Jigoro Kano eine Kampfstätte, in der waffenlose Zweikämpfe trainiert wurden. Diese nannte er Kodokan, was soviel wie das Haus zum Erlernen eines Weges, bedeutete. Jigoro Kano lehrte dort die unterschiedlichsten Kampftechniken, aus denen alle tödlich wirkenden Techniken, entfernt wurden. Er konzentrierte sich dabei voll auf das Lehren bestimmter Falltechniken. Angriffe auf die Finger und Gelenke des Gegners wurden aus den damaligen Trainingsprogrammen total gestrichen. Er ermöglichte seinen Schülern erstmalig auch den Kampf von sich aus zu beenden. Das Training fand auf Reismatten statt, um dadurch die Verletzungsgefahr für die Schüler weiter zu senken. Jigoro Kano sah vor allem im Zusammenspiel von Ruhe und Konzentration neue Möglichkeiten. Er sah das Training als Schulung für Körper und Geist des Menschen verbunden mit dem Erhalt überlieferter Traditionen. All diese neuen Kampftechniken fasste Jigoro Kano zum Judo zusammen. In der Geschichte Judo, wird dieser Moment als die Geburtsstunde des Judo bezeichnet.

Im Jahre 1890 wurde Judo als Pflichtfach an den japanischen Schulen eingeführt, was auf Anordnung des damaligen Kaisers geschah. Nun wurde in der Geschichte Judo erstmals zur Erziehung von Schülern eingesetzt. Judo wurde als der sanfte Weg bezeichnet. Die Ausbildung sollte diese Art zu kämpfen und sich zu verteidigen den Schülern für das weitere Leben vermitteln.