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Geschichte des Reitsports

Geschichte des Reitsports published on

Die Geschichte des Reitsports – von antiker Reitkunst zur modernen Reitlehre

Antikes Griechenland und Mittelalter
Die Anfänge des Reitsports lassen sich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen. Der Historiker Xenophon schrieb bereits im 4. Jahrhundert vor Christus eine Abhandlung, „Über die Reitkunst“. Wagenrennen mit Pferdegespannen genossen sowohl in Athen als auch in Rom im Circus Maximus große Beliebtheit.

Im Mittelalter wurden Pferde fast ausschließlich als Nutztiere eingesetzt. Schlachten und Kämpfe wurden hoch zu Roß ausgetragen, ebenso auch Wettstreits zur Unterhaltung des Adels. Die allmähliche Entwicklung der Landwirtschaft, bei der schwere Kaltblüter als Zug- und Packtiere verwendet wurden, setzte etwa im 11. Jahrhundert ein.

Auf dem Schlachtfeld wurden ebenso meist schwere Pferde eingesetzt, die ihre Reiter mit Ritterrüstung und Lanze tragen mussten. Mit der Entwicklung von Feuerwaffen wurde es schließlich möglich und sogar notwendig, kleinere und wendigere Pferde zu militärischen Zwecken zu nutzen. Die ersten Versuche der Pferdezucht nahmen so ihren Anfang.

Die Haute Ecole
Im Zeitalter der leichten Kavallerie wurde für die Pferde schließlich ein spezielles Training erforderlich um die Geschmeidigkeit zu verbessern. 1532 gründete Federico Grisone zu diesen Zwecken eine erste Militärakademie für Pferde in Neapel. Schon dort trainierte man die noch heute geläufigen Lektionen der Passage und Piaffe.

Besonders Edelmänner begannen nun, sich in ihrer Freizeit mit der Reitkunst zu beschäftigen. Im 17. Jahrhundert, mit der Regentschaft des Sonnenkönigs Ludwig 14. in Frankreich, erreichte der Reitsport durch die Reitschule von Versailles hohes Ansehen. Francois Robichon de la Gueriniere legte bereits im 18. Jahrhundert die weltweit gültigen Regeln für die Hohe Schule fest. Wenig später etablierte sich auch die Spanische Hofreitschule in Wien.

Der Reitsport als Breitensport
Auf den Grundlagen der Mitlitärreiterei entwickelte sich schließlich der moderne Pferdesport. Entscheidende Beiträge zur Modernisierung des Reitsports lieferte beispielsweise Gustav Steinbrecht, der Ende des 19. Jahrhunderts entscheidend zur Verbreitung der klassischen und harmonischen Reitlehre beitrug. Außerdem der Italiener Federico Caprilli um 1900 mit der Erfindung des Springsitzes. Das Dressurreiten wurde erstmals 1912 wieder olympische Disziplin.

Mit der Entwicklung des Pferdesports zum Breitensport wurden auch an die neuen Zwecke angepasste Sättel, Trensen und sonstiges Zubehör notwendig. Das 1966 gegründete Pferdesporthaus Loesdau beispielsweise ist einer der führenden Betriebe zum Vertrieb von Pferdesportartikeln und Zubehör rund ums Pferd.

Bild: Lars Eirich  / pixelio.de