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Als Sportler rundum abgesichert

Als Sportler rundum abgesichert published on

Die sportliche Rasanz ist dem Mann ins Gehirn geschrieben: Sich mit anderen messen und an seine körperlichen Grenzen geraten. Vielen Sportlern geht es beim Körpertraining genau darum. Auch den besten Sportlern, jüngst das Beispiel Michael Ballack, kann ja trotz knallhartem Training und extremer Fitness passieren, dass sie schlichtweg aus dem Verkehr gezogen werden. So muss die diesjährige WM tatsächlich ohne unseren Liebling Ballack stattfinden.

Hier kommt das deutsche Gesundheitssystem ins Spiel: Jüngst in Amerika von Obama umgesetzt, wird die Absicherung durch den Ausbau des Health Security System zur Pflicht. Markus (25), Student, ist froh, anständig abgesichert gewesen zu sein, als er sich nach einem Sportunfall am Reck die Schulter auskugelte. Sein Sportstudium war zwar beendet, aber dank einer guten Absicherung konnte er sich der bestmöglichsten Behandlung unterziehen. So kann er heute wieder fast uneingeschränkt dem Krafttraining nachgehen, auch wenn der Traum des Sportstudiums beendet wurde.

Wie funktioniert aber eigentlich das Krankenversicherungssystem in Deutschland? Zunächst werden die Beiträge zur Krankenversicherung in Gesundheitsfonds gesammelt. Von da aus werden sie die Kassen verteilt. Durch zusätzliche Beitrage (auch der Zusatzbeitrag der Krankenkasse genannt), wird es möglich, dass genügend Geld für zusätzliche Dienstleistungen zur Verfügung steht. Seit dem 01.01.2009 können die gesetzlichen Krankenkassen den Zusatzbeitrag erheben.

Viele nahmen die Einführung des Zusatzbeitrags als Anlass, die Krankenkasse zu wechseln. Hierbei greift das Sonderkündigungsrecht. Die DAK hat beispielsweise einen Zusatzbeitrag von 8,- Euro im Monat. Wie hoch die Zusatzbeiträge der Krankenkassen sind, kann man einfach im Internet nachsehen und die Kassen miteinander vergleichen. Anders als beispielsweise die Rentenversicherung bezahlt der Versicherte den Zusatzbeitrag direkt an seine Kasse, wogegen bei der Rentenversicherung der entsprechende Betrag vom Gehalt abgezogen wird.

Der Zusatzbeitrag soll die Funktionstüchtigkeit des deutschen Gesundheitssystems und des Solidarprinzips wahren bzw. unterstützen. Bei steigenden Bedürfnissen der Patienten können die Dienstleistungen sonst nicht mehr gewährleistet werden. So kann Markus froh sein, dass er die Schrauben in seiner linken Schulter (im Wert von mehreren tausend Euro) nicht von seinem Studentenjob bezahlen muss.